Fließende Zeit

Klangperformance

vom 27.01.2012 Wien, Joseph Haydn-Saal der Universität


„Fließende Zeit” ist eine musikalische Collage, die verschiedene Stile und Zeitsprachen verbindet – ein gleichzeitiger Blick in die Vergangenheit und die sich stetig wandelnde Gegenwart. Komponierte Musik aus vier Jahrhunderten als „kristallisierte Zeit”, eingebettet in improvisierte Musik als immer neue Gegenwart, als „fließende Zeit” – das sind die Elemente dieses Programms. Der Fluss der Zeit, die Gegenwart, die die Improvisationen hervorbringt, fließt an festen Stationen vorbei, den Kompositionen, die wie Denkmäler verschiedener Epochen am Ufer liegen: „Neubauten“ wie die Kompositionen von James Newton und Barbara Heller, aber auch „klassische Bauten“ wie die Lachrymae Pavan des dänischen Renaissancekomponisten Melchior Schildt oder das melodische Kleinod „Solfeggio” von Wolfgang Amadeus Mozart (KV 393). Die einzelnen Bausteine fügen sich zu einer dramaturgisch durchgestalteten Performance von feiner Stille bis zu kraftvollen Klängen, von lieblicher Melodik bis zu melancholischer Nachdenklichkeit – Stationen und Situationen eines weit gespannten musikalischen Lebensbogens. 

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