Lux aeterna

Klangperformance

vom 28.05.2013 Greifswald

Das Axis-Duo verbindet in diesem Programm Musik von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Improvisationen zu einem durchgängigen Bogen – von der Lebenslust des Werdens über das Erfülltsein des Reifens zur Weisheit der Ernte. Über den Durchgang durch Schicksalhaftes bis zum Ausblick ins ewige Licht.
Von Johann J. S. Bach erklingen Originalsätze für Flöte und Cembalo (BWV 1035), Bearbeitungen aus dem Violinwerk (BWV 1021), Teile der Partita D-dur für Cembalo solo (BWV 828) und eine Bachsche Bearbeitung eines Konzertsatzes von Alessandro Marcello. Zwei Bearbeitungen des Axis-Duos aus G. F. Händels spätem Oratorium Jephta beschließen den Bogen.
Die Improvisationen haben ein weites Spektrum von feiner Stille bis zu mächtigen Gongklängen. Wie ein Leitfaden leuchten darin zwei mittelalterliche Melodien auf (Lux aeterna, Ave nobilis).
Das Axis-Duo bewegt sich zwischen Alter Musik und Avantgarde und schlägt damit Brücken zwischen scheinbar Unvereinbarem: zwischen Alt und Neu, zwischen kompositorisch Ausgeformtem und aus dem Augenblick Entstehendem, zwischen klassischen Instrumenten und Elementarinstrumenten, Facetten eines Ganzen, in dem alles aufeinander bezogen ist. Die Frische, mit der die improvisierte Musik entsteht, beseelt auch das Spiel der komponierten Musik – und umgekehrt. Im Sinn des griechischen Begriffs der Akroasis (Weltanhörung) geht es Axis um die Essenz von Musik: die Erfahrung von Zusammenklang, von Kohärenz in einer Welt der Zersplitterung, von Beziehung, Integration und Wachstum.

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